Medienanthropologie revisited

Die Nasa visualisiert die Meeresströmungen in allen Meeren. Eine großartige Leistung der Rechenkunst und Computeralgorithmen.

Langsam, langsam erkennen Menschen, dass sie nicht allein sind auf diesem kleinen Planeten. Noch immer wissen wir recht wenig über unsere Heimat. Manche wissenschaftliche Theorie ist tollkühn, andere fast religiös. Selbst die faszinierenden Bilder zeigen nur Oberflächen, – noch ist da nichts verstanden.

Ich erinnere mich an die Mythen über die Unwandelbarkeit des Gehirns, an die starren Modelle über Kosmos und das Unwissen über Leben, das war vor gut 30 Jahren an den Universitäten. Dass ich meine Promotionsarbeit vor dem Abschluß abschloss, lag nicht nur an dem zu frühen Tod von Dieter Baacke. Ich sprach in der Medienanthropologie über ein flexibles Gehirn und kulturelle Zusammenhänge, die mein 2. Betreuer aus Princeton selbstverständlich vertrat. In meinen Lesungen an den Universitäten und Treffen wirkten manche der deutschen Professoren als hätte man an ihnen eine voodoo-Zeremonie vollzogen, wenn solche Thesen auftauchten. Das hat sich erfreulich geändert. Aber immer noch fehlt das SPIELERISCHE im Interdisziplinären! Die sogennanten Leistungskerne werden von Buchhaltern bestimmt – so mein erster Eindruck.

Eine Medienanthropologie wäre nur als interdisziplinäre Forschung und freiem Nachdenken vorstellbar. Zuviele -auch noch in der Forschung herrschenden- Denkblindheiten und Tabus müssen weggedacht werden. Die Übung der Fasifikation ist eine notwendige aber kaum hinreichende Bedingung für kritische Wissenschaft.

In den letzten Jahren war dies gut sogar an den Rändern zu beobachten (Wikipedia etc.). Abweichende Meinungen werden von anonymen Zensoren gnadenlos verfolgt. Kein Diskurs, weniger noch Dialog, nie kritisches Gespräch – Nirgendwo.


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